Argentinien

Das Ende der Welt – Ushuaia

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13. Januar 2020

2h mit dem Bus von Punta Arenas oder 3 Flugstunden von Buenos Aires entfernt befindet sich Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt in Argentinien mit 80.000 Einwohnern. Sie war für Rafael und mich ein fixes Reiseziel, welches wir unbedingt besuchen wollten. Diese schöne Stadt entstand damals (1902) durch den Bau eines Gefängnisses, welches 1947 aufgelöst wurde. In Ushuaia herrscht vor allem in den Monaten November – Februar größerer Andrang, da die Stadt der Aufbruch- und Zielhafen für viele Antarktisexpeditionen ist. Würden wir sehr sehr gerne machen, nur den Preis von ca. 4500-5000€ wollten wir uns während unserer Weltreise einfach nicht leisten.


Was wir stattdessen in 2 Tagen in Ushuaia unternommen haben:

1) Tierra del Fuego Nationalpark

Tierra del Fuego ist eine Provinz an der Grenze zu Chile und bedeutet Feuerland, Ushuaia ist die Hauptstadt dieser Provinz. Die günstigste Methode um in diesen Nationalpark zu kommen ist ein Shuttlebus. Dieser fährt direkt von der Busstation in der Nähe des Hafens weg und kostet ca. 850 Pesos (ca. 13€) für Hin- und Rückfahrt.

Beim Eingang des Nationalparks ist eine Gebühr von 450 Pesos pro Person (ca. 7€) in der Hauptsaison zu entrichten. Wir hatten das Glück, dass wir uns noch knapp in der Nebensaison befanden, somit haben wir uns den Eintritt erspart.

Es gibt 3 Stopps im Nationalpark. Der 1. ist direkt am Beginn des Tren del Fin del Mundo, eine schmalspurige Eisenbahn, die damals von den Gefängnisinsassen gebaut und zw. 1909 und 1952 zum Materialtransport verwendet wurde. Seit 1994 dient sie als Transport von Touristen im Nationalpark und kostet ca. 850 Pesos (13€).

Wir sind beim 2. Stopp ausgestiegen. Dieser ist direkt beim südlichsten Postamt der Welt (Southern Most Post Office), ein absolutes Muss, wenn man Ushuaia besucht. Hier lässt man sich für 3$ einen wirklich unersetzlichen und absolut grandiosen Stempel in seinen Pass geben.

Von dort aus gibt es einige Wanderwege. Wir haben uns für den 8km Rundweg entschieden und hatten eine tolle Aussicht auf die Schnee bezuckerten Berge und genossen den herrlichen Blick auf den Beagle Canal.

Im Nationalpark selber gibt es einige Wanderwege, die von diesem Busstopp aus zu erreichen sind, eine Karte lässt man sich einfach vom Fahrer des Busses geben. Die Fahrer erklären einem auch gerne, wann und wo der Shuttle wieder zurück nach Ushuaia fährt. In unserem Fall sind wir um 8:30 Uhr vor der Haustüre abgeholt worden. Dieser hat uns zur Busstation gebracht, wo wir in einen anderen Shuttle umgestiegen sind. Zurückgefahren sind wir mit dem dem um 15:00 Uhr von der 3. Busstation beim Visitor Center Alakush. Um 17:00 würde  noch ein weiterer Transport zurück nach Ushuaia fahren.

2) Katamaran Tour auf dem Beagle Canal

Was wir neben dem Tierra del Fuego Nationalpark noch machen wollten, war eine Katamaran Fahrt auf dem Beagle Canal. Der Beagle Canal ist eine Wasserstraße, die den Pazifik mit dem Atlantik verbindet. Ein Teil des Beagle Canals gehört zu Argentinien, der andere Teil zu Chile.

Unser Couchsurfing Gastgeber hat uns den Touranbieter Canoero empfohlen, über den wir eine Nachmittagstour gebucht haben. Wir haben zudem noch eine 10% Ermäßigung bekommen, kriegt vermutlich aber jeder. 🙂

Diese Tour legt entweder um 09:00 Uhr oder um 16:00 Uhr vom Hafen ab und dauert ca. 4,5h.

Wir haben uns für die Tour zu den Kormoranen, den Seelöwen, dem Faro Les Èclaireurs (Leuchtturm) und dem Highlight, den Besuch einer Pinguinsinsel, entschieden.

Bis auf die Tatsache, dass auf der Insel leider viel weniger Pinguine zu sehen waren als erwartet, war es eine absolut tolle und empfehlenswerte Tour, vor allem da wir interessante Infos zur Stadt selber bekommen haben, da fast die gesamte Katamaranfahrt ein Guide durchs Mikrofon spricht und auch auf aufkommende Fragen eingeht.

Bei dieser Tour ist es nicht möglich den Katamaran zu verlassen sondern beobachtet alles von dort aus.

Tipp: Wer unbedingt Pinguine sehen möchte kann dies auch von Punta Arenas aus machen. Rafael und ich hatten eigentlich eine Tour zur Isla Magdalena geplant, um Pinguine zu sehen. Leider kostet eine Halbtagstour knapp 100€, was uns dann doch zu teuer war. Dies sollte jemanden jedoch nicht abhalten so eine Tour zu buchen, wir haben sehr viel Gutes darüber gehört und gelesen. Wir wollten einfach nicht schon am Beginn unserer Reise so viel Geld ausgeben.


+++ ESSEN +++

Wer nach so einer Katamaran-Fahrt auch so einen großen Hunger hat wie wir ihn hatten, den können wir das Restaurant Isabel ans Herz legen, welches sich in der Nähe des Hafens befindet. Wir haben dort für 2 Personen einen Lammtopf gegessen und für diesen umgerechnet ca. 16€ bezahlt. Wir waren dort um ca. 21:00 Uhr und das Lokal war erst halb belegt, da die Argentinier erst später zu Abend essen. 2h später war das Lokal aber ziemlich voll.

Wir selbst waren nicht dort, es wurde uns aber auch von Einheimischen empfohlen – das Casimiro Tigua, welches sich gleich nebenan vom Isabel befindet und auch durch seine Fleischgerichte überzeugt.


+++ UNTERKÜNFTE +++

Da wir selbst 3 Nächte über Couchsurfing “gebucht” hatten, können wir leider keine weiteren Unterkünfte empfehlen. Wer jedoch keine Berührungsängste hat, offen ist neue Leute kennenzulernen und in die Kultur eintauchen will, für den ist Couchsurfing die beste und günstigste Wahl. In Ushuaia hatten wir unsere 1. Couchsurfing Erfahrung und waren sofort begeistert. Die Herzlichkeit die einem begegnet, die Insider-Tipps die man bekommt, die Gespräche in die man vertieft und die Freundschaft die sich entwickelt, bekommt man in keinem Hotel.


Hier bekommst du noch einen kleinen Einblick über Ushuaia in unserem Video:

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Steffi & Rafael
Vienna, Austria

Hallo, servas, griaß di! Wir sind Steffi & Rafael aus Österreich und reisen seit Oktober 2019 durch Südamerika. Nachdem wir in Wien sowohl Job und Wohnung aufgegeben und unser ganzes Hab und Gut in Kisten verpackt haben, erkunden wir jetzt die Welt - auf unserem Blog, auf Instagram und auf Facebook kannst du uns bei unserem Abenteuer begleiten!

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