Chile

5 Tage W Trek Torres del Paine

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18. November 2019

Im Torres del Paine Nationalpark zu wandern, gehört zu einem Patagonien Besuch einfach dazu und zählt zu den absoluten Highlights. Bei unserer Internetrecherche haben wir so viel Positives darüber gelesen und auch von Bekannten gehört, dass dieser Park atemberaubend und ein Must-Visit sei. Davon wollten wir uns natürlich selbst überzeugen. Je mehr wir darüber gelesen und gehört hatten, desto dringender wollten wir auch hin.

Ausgangspunkt für den Torres del Paine war für uns die Hafenstadt Puerto Natales im chilenischen Teil Patagoniens. Sie ist der perfekte Start, um sich noch in Ruhe auf seine Wanderung vorzubereiten. Dieser Ort ist sehr touristisch und darauf ausgelegt, dass egal was man noch für seinen Trek sucht, es dort auch findet. Puerto Natales liegt etwa 3 Busstunden nördlich von Punta Arenas, ca. 3,5h südlich von El Calafate und verfügt auch über einen eigenen Flughafen.

Inhaltsverzeichnis

+++ UNTERKUNFT IN PUERTO NATALES +++

Küche und Frühstück im Forte Patagonia Hostel
Aufenthaltsraum im Forte Patagonia Hostel

Wir sind 2 Nächte VOR und 2 Nächte NACH unserem Torres del Paine Abenteuer im Forte Patagonia Hostel untergekommen. Wir können dir dieses Hostel nur wärmstens empfehlen. Es ist ca. 15 Gehminuten vom Zentrum entfernt und verfügt über 3 Zimmer (15 Betten). Wir waren in einem 6er Zimmer untergebracht, welches einen sehr sauberen Eindruck machte.

Bei der Unterkunft war ein ausgiebiges Frühstück dabei, welches von 06:00 Uhr – 10:00 Uhr in der Gemeinschaftsküche eingenommen werden kann.
Die Küche verfügt außerdem über diverse Kochgelegenheiten und hat auch Mikrowelle und Toaster. Kaffee, Tee und Gewürze kann man sich jederzeit frei nehmen.

Das Hostel hat sogar einen sehr gemütlichen Gemeinschaftsraum mit Bar und einem Kühlschrank, wo man seine Einkäufe kühlen kann. Das WLAN funktioniert im Ganzen Haus sehr gut.

Das Praktische ist, dass man dort gratis die Sachen lassen kann, die man nicht fürs wandern im Torres del Paine braucht. Wir haben das alles in meinen großen Transportsack gepackt und im Hostel gelassen. Die Rezeption ist videoüberwacht und der Besitzer bringt aufgrund von Platzproblemen die Rucksäcke in sein Haus rüber und bringt sie wieder, wenn du zurück bist.


In 5 Tagen den W Trek wandern im Torres del Paine Nationalpark – was musst du wissen?

Wir haben uns dazu entschieden, in 5 Tagen den W-Trek zu wandern. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es so einiger Vorbereitungen:


+++ ROUTE UND DAUER +++

Bevor du die Unterkünfte buchst, solltest du dich damit beschäftigen, wie lange du vor hast im Nationalpark zu bleiben und dich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
Welche Art von Reisender/Reisende möchtest du sein?
Wie ist deine körperliche Verfassung?
Wieviele Kilometer bzw. Stunden pro Tag möchtest du wandern?


Es gibt 2 Arten von Wanderrouten:

Der O Trek

Mit diesem Trek meint man den gesamten Rundwanderweg, dazu gehört auch eingeschlossen das W.
Für diesen solltest du dir ca. 7-9 Tage Zeit nehmen. Im Winter kann es passieren, dass der O-Trek gesperrt wird, da die Pässe aufgrund von Schnee nicht begehbar sind.


Im November 2019 mussten viele Leute, die den O-Trek geplant hatten, auf den W-Trek umsteigen, da ein Pass aufgrund des Wetters gesperrt wurde. Im Camp haben sie erzählt, dass ein paar Wanderer einer geführten Tour in einen Schneesturm geraten sind und fast blind weite Strecken im hüfthohen Schnee zurücklegen mussten. Nach dieser Gruppe wurde der Pass sofort zugemacht.

Es ist also gut, sich über Wettervorhersagen zu informieren und gegebenenfalls schon vorher seine Route zu ändern, um sich nicht unnötig in Gefahr zu begeben.

Auf den O-Trek möchte ich jedoch nicht näher eingehen, da wir diesen nicht gewandert sind.

Der W Trek

Den gesamten W-Trek kann man in 4-6 Tagen gehen, wir haben uns für die goldene Mitte entschieden. Je nach Wandererfahrung und Kondition kannst du das W in weniger oder mehr Tagen schaffen.
Es ist auch möglich, nur Teile des W zu machen oder auch einfach nur eine Tagestour (gibt es auch geführt) im Park zu machen.

Den Trek kann man von 2 Richtungen angehen:
Osten: Hier bringt dich der Bus zur Laguna Amarga. Du kannst dich entscheiden ob du mit einem Shuttle (ca. 3000 CLP) zum Hotel Las Torres gebracht werden möchtest oder die 7km zu Fuß zurücklegst (ca. 1h). Geht man ihn vom Osten her an beginnt der Trek mit den 3 Torres und endet in Paine Grande.
Westen: So haben wir es gemacht – er beginnt mit einer Katamaranfahrt über den Lago Pehoé nach Paine Grande und endet mit den 3 Torres.

Ich habe unsere Route so gestaltet, dass sie für uns passend ist – so einfach ist das! 🙂 Doch dazu gleich mehr.



+++ UNTERKÜNFTE +++

Das ist so ziemlich das komplizierteste, wenn man sich am Anfang mit den Unterkünften im Park auseinandersetzt. Seit 2016 müssen nämlich sämtliche Unterkünfte im Torres del Paine reserviert sein.

Es gibt zum einen die sogenannten Refugios. Das sind Mehrbettzimmer mit Etagenbetten und Gemeinschaftsbadezimmern, ähnlich wie ein Hostel. Bucht man im Voraus kann man diese mit Vollpension, Halbpension oder auch ohne Essen reservieren. Preislich schaut das dann schon ganz anders aus. Bucht man ohne Essen gibt es die Möglichkeit einfach spontan in den Refugios essen zu gehen. Auf dem O-Trek gibt es nur das Refugio von Dickson.

Und zum anderen gibt es die Campingplätze, für die wir uns entschieden haben. Preislich sind diese zwar auch nicht günstig, wenn man bedenkt, dass man in seinem eigenen Zelt, etc. schläft, aber verglichen um einiges günstiger als die Refugios.

Der komplizierte Teil der Buchung ist nämlich folgender:
Es gibt nicht einfach nur 1 Online-Portal oder 1 Büro in Puerto Natales wo man hingeht und alle Unterkünfte des Nationalparks bucht. Diese gehören nämlich 3 verschiedenen Besitzern: Vertice, Fantastico Sur und CONAF.
Dementsprechend muss man die Plätze auch über deren eigene Homepage buchen, bzw. in das Buchungsbüro in Puerto Natales gehen und das dort erledigen.

1) Fantastico Sur (Manuel Bulnes 80, Puerto Natales)
Die Campingplätze Chileno, Seron, Cuernos und Frances gehören zu Fantastico Sur.

2) Vertice (Manuel Bulnes 100, Puerto Natales)
Die Campingplätze von Vertice sind Grey, Paine Grande (W-Trail), Dickson, Los Perros (nur O-Trail).

3) CONAF (Manuel Baquedano 857, Puerto Natales)
Es gibt momentan (Stand November 2019) 2 kostenlose Campingplätze von CONAF, die von der chilenischen Parkbehörde betrieben werden. Leider war der beliebteste dieser Campingplätze (Torres) in der Saison 2018/2019 geschlossen. Den einzigen weiteren freien Campingplatz den es auf dem W Trek gibt ist der Campingplatz Italiano, der jedoch bereits ausgebucht war als ich versucht habe ihn für uns zu buchen. Auf diesen Campingplätzen darf man nur max. 1 Nacht bleiben.

Bezahlte Campingplätze sind grundsätzlich besser ausgestattet und verfügen über warme Duschen, saubere Toiletten und Verplegung, wenn auch sehr teuer.

Nach der Routenbestimmung ist das Buchen so ziemlich das Erste, was du machen solltest, denn diese sind in der Hauptreisezeit sehr schnell ausgebucht. Wir haben uns dazu entschieden, 5 Tage zu campen, da es um einiges günstiger ist und wir somit 5 Tage die Freiheit und die Natur zu 100% genießen konnten.
Die Campingplätze haben wir ca. 4 Monate vorher online reserviert. Solltest du in der Hauptreisezeit von Dezember-Februar reisen, würden wir deshalb empfehlen, sich bereits ca. 6 Monate vorher Gedanken darüber zu machen.

Man kann jedoch auch Glück haben und vor allem in der Nebensaison spontan noch Plätze bekommen. Wir haben Anfang November mit einigen Backpackern geredet, die die Campingplätze relativ spontan gebucht und noch Plätze bekommen haben, vor allem in den größeren Campingplätzen, wo die Kapazität größer ist. Wir vermuten, dass online nur ein gewisses Kontingent zur Verfügung steht und man versuchen kann, vor Ort zu buchen.


+++ EQUIPMENT +++

Unser Camping Equipment

Du hast dich nun über deine geplante Route und Unterkünfte erkundigt und vielleicht auch schon welche gebucht? Perfekt, dann stellt sich jetzt die Frage, WAS brauchst du alles dafür?

Es gibt Leute die sich nur für die Übernachtung auf Campingplätzen entscheiden, die nur in Refugios unterkommen oder einfach mixen – teils Camping, teils Refugios.
Je nachdem für welche Art du dich entscheidest, musst du dich auch dementsprechend ausrüsten.

Um deinen Aufenthalt im Torres del Paine Nationalpark so gut es geht zu genießen lohnt es sich folgende Sachen zu besorgen:

1) Zelt
Das Zelt sollte auf jeden Fall windfest sein. Der patagonische Wind hat es ganz schön in sich. Uns haben ein paar Camper erzählt, dass Ihnen ihr Zelt mitten in der Nacht davongeflogen ist. Stellen wir uns nicht so lustig vor. Wir können euch deswegen die Marke MSR sehr empfehlen, da es unter anderem auch sehr leicht im Gewicht und im Aufbau ist.

2) Isomatte
Leider war die Anschaffung unserer Isomatte nicht die Beste um ehrlich zu sein. Wir haben eine zum aufblasen, die jedoch schnell durchgelegen ist und man die Kälte vom Boden zu spüren bekommt. Fürs nächste Mal würden wir etwas tiefer in die Tasche greifen und uns eine andere Isomatte zulegen. Das Praktische ist jedoch, dass sie wenig Platz braucht.

Tipp: Sollte eure Isomatte auch nicht ausreichen, einfach eine Fließweste oder dergleichen unter euren Hintern legen. 🙂

3) Schlafsack
Auch die Auswahl unseres Schlafsackes war leider nicht ideal. In Patagonien ist ein Schlafsack im Komfortbereich von -2 bis -6 Grad empfehlenswert. Unserer lag im Bereich von +2 Grad. Zumindest für die patagonischen Nächte war er etwas zu kalt.
Da wir jedoch während unserer Weltreise nicht nur in kälteren Regionen campen wollen, sondern auch dort, wo es wärmer ist, haben wir uns für unseren Vaude Schlafsack entschieden.Doch mit einigen Kleidungsschichten und dem zusätzlichen Hüttenschlafsack hatten wir doch angenehme Nächte.

Tipp: Packt euch in den Schlafsack eure Kleidung die ihr am nächsten Tag braucht. In der Nacht habt ihr warme Füße und am nächsten Tag gleich warme Kleidung zum anziehen.

4) Aufblasbares Kopfkissen
Wir brauchen einfach ein Kissen zum schlafen, so einfach ist das. Es ist sehr leicht und braucht kaum Platz – eine gute Investition also.

5) Kochtopf
Da wir länger unterwegs sein werden und jeder Millimeter und jedes Gramm zählt, haben wir uns für die Mini-Variante des Kochtopfes entschieden. Im Internet steht zwar, dass er für 2 Personen ist, doch wer Rafael kennt und weiß wieviel er essen kann weiß auch, dass dies dann doch ein 1-Mann Kochtopf ist. 🙂
Er war aber super handlich – leicht im Gewicht, innen konnte man Sachen verstauen, Wasser war im Nu heiß, etc. Das einzige was wir machen mussten war, dass wir Nudeln auf 2x kochen mussten, da 1 Pkg. nicht in den Topf passte.

6) Camping Herd
Leider haben wir einen gekauft, den man nicht zusammenklappen kann. Darum würden wir uns im Nachhinein einen anderen zulegen, der nicht so sperrig ist.

7) Gaskartusche
Diese braucht man nicht vorher kaufen, gibt es überall in Puerto Natales oder in Punta Arenas zu kaufen. Es lohnt sich auch auf den Campingplätzen zu schauen – im Camp Central und Camp Paine Grande waren sehr viele halbvolle Kartuschen, die man sich einfach nehmen konnte. Wir haben 2 halbvolle von unserem Couchsurfing Gastgeber in Punta Arenas geschenkt bekommen.
Für 2 Personen und 5 Tage reicht eine kleine Kartusche vollkommen aus.

8) 2x Feuerzeug
Ansonsten borg dir eines vom Nachbarn aus. 🙂

9) Teller, Schüssel, Besteck
Das Einzige was wir dabei hatten waren 2 Sporks (Löffel, Gabel und Messer in einem) und 2 faltbare Silikontassen von der Marke Sea to Summit, aus denen wir gegessen und getrunken haben. Manchmal haben wir auch aus dem Topf gegessen um sich den Abwasch zu sparen.

10) Stirnlampe
Diese würden wir dir zwar empfehlen mitzunehmen, wir haben sie jedoch kein einziges Mal gebraucht.
Da die Sonne in Patagonien sehr spät untergeht und es erst um 21:00 Uhr anfängt dunkel zu werden, ist sie im Rucksack geblieben. Solltest du jedoch nächtlich noch die Toilette aufsuchen oder etwas im Zelt suchen, ist eine Stirnlampe sehr hilfreich.

Welche Möglichkeiten hast du nun um an dieses Equipment zu kommen?

Bereits daheim kaufen
Wenn der Torres del Paine Teil deines geplanten Urlaubes ist, oder du länger unterwegs bist und sowieso vor hast öfters zu campen, lohnt es sich bereits zu Hause mit dem Camping Equipment auseinanderzusetzen und gegebenenfalls auch zu testen.

In Punta Arenas oder Puerto Natales kaufen
Sollten dir noch Teile deiner Ausrüstung fehlen, bist du sowohl in Punta Arenas und Puerto Natales an der richtigen Adresse, wobei es in Puerto Natales etwas teurer sein kann.

Ausleihen
– In Puerto Natales
Hast du nicht vor während deiner Reise öfters zu campen, dann empfiehlt es sich das Equipment auszuleihen. Es gibt viele Outdoor-Läden die Zelt, Isomatte, Schlafsack, Wanderstöcke (diese kosten 3000 CLP pro Tag) sowie Kochgeschirr gegen eine Gebühr ausleihen. 2 Adressen wären zum Beispiel Rental Natales oder Erratic Rock.

Erratic Rock Vortrag


Tipp: Im Erratic Rock Store in Puerto Natales findet jeden Tag in der Hauptsaison um 15:00 Uhr eine Infoveranstaltung über den Torres del Paine statt. Diese ist kostenlos und dauert ca. 1h.

Die Infoveranstaltung findet jedoch nicht direkt im Erratic Rock Store statt, sondern ein paar Häuser weiter im Day Zero. Es wird auf die Anreise, Campingplätze, Route, Packliste, Equipment, etc. eingegangen und bietet Platz für alle möglichen Fragen die aufkommen. Danach kann man sich in der Tip-Box erkenntlich zeigen oder etwas einkaufen, der Vortragende bekommt pro Einkauf eine kleine Provision. Das Geschäft hat uns ausrüstungstechnisch am Besten gefallen, obwohl die Auswahl nicht die Größte war. Dort habe ich mir noch eine Schlafmaske und ein langärmliges Funktionsshirt gegönnt.

– Vor Ort bei den Campingplätzen
Wir haben auch gesehen, dass man direkt bei den Campingplätzen Zelt, Isomatte und Schlafsack ausleihen kann. Das ist mit Abstand die teuerste Variante für deinen Geldbeutel, jedoch die leichteste Variante für deinen Rucksack, da du nichts mitschleppen musst. Die ausgeliehenen Zelte stehen meist schon dort.

Z.b.: Im Camp Grey kostet das Ausleihen eines Zeltes 20.000 CLP (ca. 23€), Schlafsack 15.000 CLP (ca. 17€) und einer Isomatte 5000 CLP (ca. 6€), was gesamt dann ca. 46€ ausmacht – bleibt man 5 Nächte wären das zusätzliche 230€ nur für das ausleihen.
Leiht man sich etwas aus lohnt es sich das Equipment vorher zu checken und zu kontrollieren, um eventuell böse Überraschungen zu vermeiden. 


+++ TRANSPORT +++

Doch wie kommt man jetzt eigentlich in den Park?

Von Puerto Natales fahren täglich Busse in den Nationalpark.
Wir haben über das Busunternehmen BUS SUR vor Ort gebucht und haben uns gleich für ein Roundtrip Ticket entschieden, damit spart man sich pro Ticket 1000 CLP. Das Roundtrip Ticket kostet 15.000 CLP (ca. 17,5€).
Der Bus fährt 2x täglich in den Nationalpark.

Soweit wir uns informiert haben gibt es 3 Busunternehmen, die schon etwas früher um 06:40 Uhr in den Park fahren dürfen als andere. Das wären die Busunternehmen Maria Jose, Bus Sur und Buses Gomez. Alle anderen fahren erst um 07:00 Uhr.

Die Fahrt in den Nationalpark dauert ca. 2h. Nachdem man den Papierkram bei der Administration erledigt hat, geht es mit dem selben Bus weiter nach Pudeto, wo der Katamaran Richtung Paine Grande startet. Dieser hat Abfahrtszeiten um 9:00 Uhr, 11:00 Uhr, 16:15 Uhr und 18:00 Uhr zwischen den Monaten November bis März. Das Ticket kann man nicht vorbuchen, sondern muss direkt auf dem Katamaran bezahlt werden. Dieses kostet 23.000 CLP (ca. 26€) für eine Fahrt (ebenfalls nur in BAR möglich). Laut Recherchen ist dieser Preis in den letzten Jahren enorm gestiegen.


In der Hauptreisezeit gilt, das Busticket in den Nationalpark mind. 1 Tag vorher zu buchen. Das macht man entweder direkt im Büro des Busunternehmens, online oder auch bei der Bushaltestelle Rodovario in Puerto Natales.
Es gibt 3 Zeiten zu welcher der Bus Sur zurück nach Puerto Natales fährt (11:30 Uhr, 13:30 Uhr und 19:45 Uhr). Die anderen Busunternehmen fahren zu ähnlichen Zeiten.
Tipp: Reservier dir ein Busticket um 19:45 Uhr. Solltest du dich im Nationalpark anders entscheiden, kannst du ohne Weiteres in einen früheren Bus steigen. Die Busse sind meist nicht komplett voll.


+++ ESSEN +++

Das viele Wandern und Campen bringt auch viel Hunger mit sich, was soll man also alles an Essen mitnehmen?

Da wir vor hatten uns selbst zu versorgen, haben wir uns einen genauen Essensplan erstellt:
Wann essen wir?
Wieviel essen wir pro Tag?
Was essen wir?
Das Essen macht den Löwenanteil deines Rucksackes aus und sollte deshalb gut durchgeplant sein, um nicht unnötig mehr an Gewicht mitzuschleppen.

Unsere Einkaufsliste f. 5 Tage und für 2 Personen:

3 Pkg. Nudeln (je 400g)
2 Dosen Ravioli (je 400g)
1 Pkg. Gnochi (400g)
3 Pkg. Tomatensauce
1 Glas grünes Pesto
2 Dosen Thunfisch in Öl
1 Stange Salami
Salz & Pfeffer
24 Müsliriegel
1 Sackerl Trockenfrüchte (Aprikosen)
1 Sackerl Bananenchips
3 Sackerl Nüsse (Mandeln, Erdnüsse, Cashew)
2 Pkg. Erdnüsse ohne Salz
6 Snickers
4 Quakers Müslikekse
1 Dose löslicher Kaffee
Zum pimpen geriebener Parmesan

Dazu sei gesagt, dass wir NICHT gefrühstückt sondern nur einen Kaffee in der Früh getrunken haben. Im Laufe des Vormittages haben wir einen Müsliriegel gegessen und zu Mittag dann Wurst/Kekse/Nüsse/Trockenfrüchte. Das gibt Energie und hat für uns bis zum Abend gereicht.

Wo kannst du Lebensmittel in Puerto Natales kaufen, die du für den Torres del Paine Nationalpark brauchst?

In Puerto Natales gibt es genau 4 Läden die wir besucht haben. Idealerweise befinden sich diese sogar alle in derselben Straße.

1) Don Bosco (Manuel Baquedano 695-399, Puerto Natales)

Dies ist ein kleiner Laden der aber so ziemlich alles hat was du brauchst. Tipp: Sollte dich während des Einkaufens der Hunger packen, können wir die Empanadas (Carne) sehr empfehlen, welche umgerechnet ca. 1€ pro Stück kosten.

2) Frutos Secos (Manuel Baquedano 443, Puerto Natales)

Dort kannst du dich mit Trockenfrüchten und Nüssen aller Art eindecken. Sie geben schnell Energie und sind außerdem sehr sättigend.
Du kannst dir die Menge die du möchtest in Sackerl schaufeln, die dann abgewogen werden.

3) Superfrut (Manuel Bulnes 832, Puerto Natales)

Diesen Laden haben wir leider viel zu spät entdeckt, doch er bietet alles, was man an Lebensmitteln für die Wanderung braucht. Von den angeführten Läden können wir diesen am Meisten empfehlen.

4) Unimarc (Manuel Bulnes 742, Puerto Natales)

Der Unimarc ist eine große Supermarktkette, die es in den größeren Städten gibt. Wir würden dir aber empfehlen das Geschäft so gut es geht zu vermeiden, da wir in den kleineren Läden alles gefunden haben was wir brauchten und diese außerdem viel sympathischer sind.

Fazit: Wir haben top geplant, ein Snack für Tag 6 (für die Busfahrt zurück nach Puerto Natales) war sogar noch gesichert, nix blieb übrig!

Tipp: Es lohnt sich auf den Campingplätzen in die “Free Food Box“ zu schauen. Vor allem im Paine Grande und im Central Campingplatz konnten wir Schätze finden, u.a. auch halbvolle Gaskartuschen.
Wir hatten gleich am 1. Tag Glück, denn beim Camp Grey haben 2 Deutsche viel Ballast abgeworfen weil sie das Gewicht ihres Rucksackes unterschätzt haben. Dankend haben wir gratis 1 Tafel Schokolade, Kakao und Milchpulver für kalte Tage entgegen genommen.

Im Paine Grande Campingplatz haben wir aus der Box 1 Dose Thunfisch und noch mehr Milchpulver mitgenommen, im Camping Central schließlich noch Knoblauchpulver, 1/4 Pkg. Nudeln und 1/3 Pkg. Polenta, was gleich zu unserem Lieblings-Camp Essen wurde. Wir hatten am Abend immer ziemlich großen Hunger nach den langen Wanderungen, denn untertags haben wir uns mit Nüssen, Trockenfrüchten, Salami und Müsliriegeln fit gehalten. Somit WÄREN zwar 400g Nudeln mit Sauce für 2 Personen ausreichend gewesen. Mit den extra Nudeln und dem extra Polenta wurde daraus schnell ein Festessen.

Tipps:
– Andere Camper haben uns empfohlen auf Kartoffelpüree zurückzugreifen, da die Päckchen sehr leicht an Gewicht sind und außerdem noch sättigend dazu. Wir konnten uns mit dem Gedanken jedoch nicht wirklich anfreunden, da uns Püree aus der Packung nicht schmeckt und uns ein wenig die Alternative dazu fehlt.

– Statt den großen Nudelpackungen auf Spaghetti zurückzugreifen, diese brauchen viel weniger Platz und lassen sich besser verstauen. Im Topf kann man sie einfach in der Mitte brechen, dann sind sie nicht so lang.

POLENTA!!! Wurde zu unserem absoluten Lieblingsessen während dem Campen. Es ist leicht und braucht wenig Platz, reicht für mind. 2 Essen, ist schnell gemacht, war sehr sättigend und schmeckte mit der Tomaten-Thunfischsauce echt lecker. Camp-Essen Deluxe sozusagen. 🙂

Das lässt du besser daheim

“Dosenfutter” – die Ravioli wären für uns als Alternative gedacht gewesen, doch 1. sind die Dosen sehr schwer, 2. schmecken sie nicht und 3. sind 400g pro Person einfach nicht ausreichend.

Geschirrtuch – lass dein Geschirr einfach im Gemeinschaftsraum oder im Vorzelt trocknen, so sparst du dir ein paar Gramm Gewicht.

Wie schaut es mit dem Trinken aus?

Wasser brauchst du gar keines kaufen, circa alle 30 Minuten kommt ein Fluss wo du dir deine Flasche auffüllen kannst. Uns wurde gesagt alle 20 Minuten, aber so schnell laufen wir dann doch nicht. 🙂
Das Wasser von den Bächen schmeckt herrlich und ist eine willkommene Abwechslung zum chlorigen Wasser aus der Leitung.


+++ UNSERE W TREK TOUR +++

Tag 1) Pudeto-Paine Grande-Camp Grey (ca. 11km)

Da wir den W Trek von der Westseite gestartet sind, haben wir den Bus in Puerto Natales um 06:40 Uhr genommen, um ca. 08:50 Uhr waren wir bei der Administration im Nationalpark, wo wir die hohe Gebühr von 21.000 CLP (ca. 25€) pro Person entrichten mussten. Das Bezahlen des Tickets geht ausschließlich in BAR. Sobald man das erledigt hat, kriegt man eine Karte des Nationalparks, man muss sich diese also vorher nicht besorgen oder ausdrucken.

Uns wurde gesagt, dass wenn man bei der Administration war, kriegt man ein Video gezeigt, in dem die Regeln des Nationalparks erklärt werden. Dieses bekamen wir allerdings nie zu Gesicht. Da wir uns aber vorher gut informiert hatten (also Steffi halt :)), waren uns die Regeln des Parks bewusst:
– Feuer machen nur in den dafür vorgesehenen Bereichen, NIEMALS auf den Wanderwegen
– Jeglichen Müll wieder mitnehmen in die Stadt
– Auf dem Trek bleiben

2012 gab es nämlich ein ziemlich großes Feuer, wo der halbe Park im Flammen stand, nachdem ein Tourist Klopapier am Weg verbrannt hatte. Seit dem sind die Ranger ziemlich streng was das betrifft.

Danach ging es mit dem Bus gleich weiter nach Pudeto, der Anlegestelle des Katamarans, der uns über den Lago Pehoé nach Paine Grande brachte.
Die Fahrt dauerte ca. 30 Minuten und wir bekamen sogar gratis Tee angeboten.

Während die meisten Passagiere sofort nach dem Anlegen ihre Rucksäcke sattelten und losmarschierten, haben Rafael und ich uns erstmal bei einem Brötchen gestärkt, welches wir uns noch im Hostel gerichtet haben. Das ist auch ein guter Tipp, um den Massen zu entgehen.

Den Weg zum Camp Grey hatten wir uns ehrlich gesagt etwas einfacher vorgestellt, denn die Tage zuvor hat es ziemlich geregnet und somit waren auch Teile des Weges überflutet und matschig. Und das machte das Ganze ziemlich anstrengend, da wir mit unseren großen Rucksäcken am Rücken immer ausweichen mussten, um möglichst trockene Füße zu behalten. Wir benötigten deshalb auch mehr Zeit als angeschlagen, weil der Wind ziemlich heftig war und wir dagegen ankämpfen mussten.
Tipp: Wanderstöcke hätten uns in der ein oder anderen Situation sicher geholfen. Wir haben uns aber aktiv dagegen entschieden, da diese ein zusätzliches Gewicht von ca. 2kg bedeuten und das Ausleihen ca. 3000 CLP pro Tag gekostet hätte (ca. 3,5€).

Beim Mirador Grey, der sich ca. in der Mitte des Weges befindet hat der Wind so stark geblasen, dass es uns buchstäblich fast den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Der Blick von dort war jedoch wunderschön.
Am Abend haben wir nur noch etwas gekocht und sind früh ins Bett.

Tipp: Du wirst in der Früh ca. 1,5h brauchen bis du losgehen kannst. Bis du dich umgezogen, gewaschen, Rucksack und Zelt zusammengepackt und Frühstück gemacht hast (in unserem Fall war das immer nur eine Tasse Kaffee) braucht es seine Zeit, dies solltest du in deiner Zeitplanung beachten.

Tag 2) Camp Grey-Camp Paso-Camp Paine Grande (ca. 19km)

Nachdem wir das Zelt abgebaut und einen Kaffee getrunken haben, sind wir um 08:30 Uhr OHNE großem Gepäck Richtung Camp Paso losgegangen. Deinen großen Rucksack kannst du ohne Gebühr bei der Rezeption im Refugio Grey lassen. 
Bei der 2. Hängebrücke, die nach ca. 1,5h kommt, hat man einen ganz tollen Blick auf den Grey Gletscher und dem südpatagonischen Eisfeld. So nah waren wir den Eisbergen noch nie. Wir sind dann umgekehrt (ca. 1,5h) und haben unseren Rucksack im Camp Grey abgeholt. Nach einer kurzen Mittagspause bei Wurst und Nüssen machten wir uns wieder auf den Weg zum Camp Paine Grande, wo wir diese Nacht blieben. Dort wurde uns auch gesagt, dass die Winde am heftigsten sind, da sie vom nebenan gelegenen Lake Pehoé kommen. Und dem war auch so.
Tipp: Such dir einen Platz neben dem Hügel, dort ist das Zelt etwas besser geschützt. Auch das beschweren mit Steinen kann hilfreich sein.

In der Gemeinschaftsküche haben wir am Abend wieder gekocht und uns mit ein paar Wanderern unterhalten. Es war sehr kalt und nass an dem Tag und wir waren sehr froh über den geschenkten Kakao des deutschen Paares am Vortag.
Der Wind war in der Nacht zwar sehr heftig, wir haben jedoch sehr gut geschlafen.

Tag 3) Camp Paine Grande-Camp Italiano-Britanico lookout-Camp Cuernos (ca. 26km)

An diesem Tag stand unsere längste Wanderung am Programm. Wieder haben wir es erst um 08:30 Uhr geschafft loszugehen. Der Weg zum Camp Italiano war eine sehr angenehme Wanderung, da das Wetter auf unserer Seite war und es auch das 1. Mal weniger gewindet hat. Nach ca. 1h kommt man zu einem atemberaubenden Aussichtspunkt, dem Mirador Sköttsberg, wo wir länger verweilten.

Circa 2,5h vom Camp Paine Grande entfernt kommt man zum gratis Campingplatz Italiano. Dort haben wir unseren großen Rucksack zurück gelassen und sind nur mit unserem Tagesrucksack weitergewandert zum Mirador Frances, den wir nach ca. 1,5h erreicht haben. Dieser Anstieg war anstrengend und sehr steil, da er über viele große Steine führt. Nach weiteren 1,5h haben wir es schließlich noch zum Mirador Britanico geschafft. Diese Wanderung war mit Abstand die Härteste, da viele Steilstücke dabei waren und der Schnee immer mehr wurde, je höher wir rauf kamen. Oben angekommen waren wir leider etwas enttäuscht, da uns die Aussicht vom Mirador Frances viel besser gefallen hat. Doch wir wären von uns selbst enttäuscht gewesen, wenn wir nicht das gesamte W gegangen wären, also war es uns das doch wert.

Nach ca. 2h Abstieg haben wir es wieder ins Camp Italiano geschafft. Wir waren bereits sehr müde und erschöpft, doch wir mussten an dem Tag noch weiter zum Camp Cuernos, welches 5km weiter entfernt war.

Wir schnallten uns also wieder unseren schweren Rucksack auf den Rücken und machten uns auf den Weg. Trotz müder Beine waren wir nach einem kurzen Snack wieder total motiviert.
Dieser Weg war einfach atemberaubend schön und führte sogar ein kurzes Stück direkt neben dem Wasser vorbei, ein wirklich toller Moment.
Tipp: Wenn du die Möglichkeit hast, reserviere dir eine Übernachtung im Camp Italiono. So hast du nicht einen ganz so anstrengenden Tag vor dir.


Das Camp Cuernos war für uns aussichtstechnisch der schönste Campground. Man konnte von dort sogar Eisbrocken runterkrachen hören von dem Berg, dem wir so nah beim Mirador Britanico waren.

Tag 4) Camp Cuernos-Camp Central (ca. 17km)

An Tag 4 stand eine gemütlichere Wanderung von ca. 4-5h an. Das Wetter war an dem Tag wieder auf unserer Seite. Der Weg führte entlang des Lago Nordenskjöld, der durch seine türkise Farbe beeindruckte. Bei einer Weggabelung geht es entweder links zum Camp Chileno oder rechts zum Camp Central. Ca. 45min vor dem Ziel kommt man bei der Laguna Inge vorbei, wo es sich auf dem Hügel lohnt eine Pause zu machen, um die Aussicht zu genießen. Von dort sieht man dann schon die große Anlage des Las Torres Hotels und weiß, dass es nicht mehr weit ist.
Wir erreichten das Camp am frühen Nachmittag und entspannten in der Sonne. Endlich konnten wir auch unsere Kleidung und den Schlafsack zum auslüften und trocknen draußen aufhängen.

Tag 5) Camp Central-Mirador las Torres-Camp Central (ca. 22km)

An unserem letzten Tag wurden wir leider mit Regenschauern und bedecktem Himmel aufgeweckt. Der Regen legte sich, doch die Wolken blieben den ganzen Tag aufrecht, nur ab und zu traute sich die Sonne durch. Da wir 2 Nächte im Camp Central gebucht hatten, ließen wir unser Zelt dieses Mal stehen und unseren großen Rucksack zurück.


Die erste Etappe vom Camp Central Richtung Camp Chileno beginnt etwas steiler, vor dem Camp geht es über einen schönen Pass aber vorwiegend bergab.
Von dort waren es noch ca. 1,5h zu den Torres. Den Weg dorthin hatten wir uns viel anstrengender vorgestellt. Ja, das letzte Stück geht 45 Minuten nur bergauf und führt über Geröll und auch Schnee zu den Torres, doch wir empfanden das überhaupt nicht so schlimm wie vorerst angenommen.
Wir blieben ca. 2h bei den Torres, in der Hoffnung, alle 3 Spitzen zu Gesicht zu bekommen. Leider hatten wir an dem Tag kein Glück. Der Ausblick war trotzdem wunderschön und man konnte es dort wirklich länger aushalten.

Tipp: Snack/Mittagessen, Wasserflasche, Kamera, Sonnencreme, ev. Daunenjacke (Gold Wert!) und Gipfelschnaps nicht vergessen. 🙂

Tag 6) Sonnenaufgang Las Torres, Optional: Nochmal Mirador las Torres, Abreise

Bei der Erratic Rock Infoveranstaltung wurde uns der Tipp gegeben, den Sonnenaufgang einfach vom Camp Central anzusehen. Von dort sieht man zwar nur 2 Spitzen, doch der Anblick der goldfarbenen Berge war trotzdem sehr schön. Wir sind um 05:45 Uhr aufgestanden und haben uns am Campingplatz ein schönes Plätzchen ausgesucht.
Es ist nämlich nicht erlaubt mitten in der Nacht vom Camp Central zu den Torres zu wandern – haben sicher schon viele versucht, die werden dann aber von den Rangern rausgefischt.
Tipp: Vom Camp Chileno sind es noch ca. 1,5-2h bis zu den Torres – von dort ist es erlaubt die Wanderung zu nehmen. Wir haben mit einem Amerikaner gesprochen, der von diesem Camp um 04:00 Uhr losgegangen ist um rechtzeitig zum Sonnenaufgang dort zu sein.


Wir hätten zwar an diesem Tag noch Zeit gehabt NOCHMAL zu den Torres zu gehen, das Wetter war auch schön, doch die Muskeln spielten einfach nicht mehr mit.


Nach dem Kaffee am Campingplatz packten wir unser Zelt zusammen und machten uns auf den Weg zum nahe gelegenen Visitor Center. Dort haben wir unser gebuchtes Busticket zeitlich umgeändert von 19:45 Uhr auf den 11:30 Uhr Bus. Wir wollten uns die 3000 CLP (ca. 3,50€) für den Shuttle sparen und haben uns zu Fuß zur Laguna Amarga gemacht, von wo der Bus wegfährt. Auf dem halben Weg haben 2 Amerikaner angehalten und uns gefragt, ob sie uns mitnehmen können – dieses Angebot haben wir dankend angenommen, da der Weg dorthin auf der Schotterstraße ohnehin sehr unspektakulär war.

Gegen 13:30 Uhr waren wir wieder zurück in Puerto Natales.


+++ DAS MUSS UNBEDINGT MIT +++

Magnesium Sachets für müde Muskeln (für jeden Abend 1 Sackerl)
Sonnencreme
E-Book Reader (ein bisschen lesen vor dem einschlafen) oder Kartenspiel
Power Bank zum aufladen der Kamera und der Handys (Steckdosen sind rar)
Ersatzakku Kamera
Schwarze Müllsäcke zum trocken halten deiner Sachen oder auch um im Vorzelt deine Rucksäcke daraufzustellen
Taschentücher
Klopapier (falls du unterwegs mal musst oder dir die Taschentücher ausgehen) – doch Vorsicht: jeglicher Müll muss wieder mitgenommen werden, lediglich ein paar Campingplätze haben Mülltonnen wo du dich deines angesammelten Mülls entledigen kannst. 


+++ KOSTEN +++

Zum Schluss zählen wir mal auf, wieviel UNS unser Torres del Paine Abenteuer pro Person gekostet hat: 

1) Bustransfer 15.000 CLP Roundtrip (ca. 17€)
2) Eintritt in den Nationalpark 21.000 CLP (ca.  24€)
3) Katamaran von Pudeto nach Paine Grande 23.000 CLP ( ca. 26€)

4) Camp Grey (ca. 8€)
5) Camp Paine Grande (ca. 10€)
6) Camp Cuernos (ca. 17€)
7) 2 Nächte Camp Central (ca. 34€)

8) Essen ca. 40€ pro Person f. 6 Tage

Zusammengefasst haben uns 5 Tage im Torres del Paine ca. 176€ gekostet, das macht ein Tagesbudget von 35,2€ aus.

Dazu sei gesagt, dass wir uns für die günstigste Methode entschieden haben:
– Wir hatten unser gesamtes Equipment mit und mussten uns nichts ausleihen bzw. kaufen.
– Wir haben selbst gekocht und mussten nicht in den Refugios essen -> 1x haben wir uns nach einer langen Wanderung von fast 10h ein Bier gegönnt, welches uns 8€ pro Person gekostet hat. Darum blieb es nur bei dem einen Bier. 🙂
– Wir haben auf Zeltplätzen geschlafen und nicht in den Refugios bzw. im Hotel.



In diesem Video siehst du unsere Erfahrungen im Torres del Paine Nationalpark:

Wir können nur jedem empfehlen den Torres del Paine Nationalpark zu besuchen – es ist wirklich ein einmaliges Erlebnis. Auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt, tut das der Schönheit des Nationalparks keinen Abbruch und ist ein wahres Abenteuer. 

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Steffi & Rafael
Vienna, Austria

Hallo, servas, griaß di! Wir sind Steffi & Rafael aus Österreich und reisen seit Oktober 2019 durch Südamerika. Nachdem wir in Wien sowohl Job und Wohnung aufgegeben und unser ganzes Hab und Gut in Kisten verpackt haben, erkunden wir jetzt die Welt - auf unserem Blog, auf Instagram und auf Facebook kannst du uns bei unserem Abenteuer begleiten!

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